Web 2.0 und 1.0 bit-Musik.

Web 2.0, alle miteinander und die Musik-Leute vorneweg. Selten haben Acts (Band hört sich zu sehr nach Mehrpersonenprojekt an, oder?) als „Homepage“, auch so ein altes Wort, mehr als eine Linksammlung auf Facebook, Myspace, Twitter, Soundcloud, Last.fm, Youtube und, wenn sie altmodisch sind, noch ein oder zwei Emailadressen. Beispiel: Gustav oder Synapsenkitzler. Andere treiben das Spiel noch weiter und repräsentieren sich nur noch auf den entsprechenden Plattformen (und Prince ganz überhaupt nicht im „überschätzten Modephänomen Internet“), was ja auch Sinn macht; wenn ich mich für eine Band interessiere, suche ihr eher bei Myspace als mit Google. OK, ich suche mit Google weil Myspaces Suchfunktion zu scheiße ist, ihr wisst aber, was ich meine.

Mit dem letzten Umbau dieser Homepage habe ich meine Musik auf Soundcloud ausgelagert, Facebook aktiviert und auch einen Großteil der regelmäßigen Aktivitäten dahin verlagert. Darüber zu philosophieren überlasse ich Leuten mit mehr Interesse an sowas, ich als Ware gehe ganz unphilosophisch dahin, wo die Nachfrage ist.

Wozu all diese Wörter: Ich bin dabei, die alten Audioplayer mit Soundcloud-Playern zu ersetzen. Zum Runterladen entweder hier oder auf den Soundcloud-Player klicken und dann direkt auf deren Seite. Alles ganz leicht, die Links auf MP3s auf meiner Seite sollen aber mittelfristig weg.

Den Weg raus aus dem Web, ob 1.0 oder 2.0, raus aus Aufnahme, hin in live und direkt. Und das auch noch so oft und wo ich will. So ähnlich versucht Tristan Perich mit seiner 1-Bit Symphony ein CD-Case und das authentische Livekonzert zusammenzubringen. Ich glaube ich finde es super. Live ist sowieso alles besser und wenn das Instrument in ein Jewelcase passt und billig ist, sollte man es nebst (eingebrannter) Noten auch anstelle einer Aufnahme desselben verkaufen. Auf CDM hieß es in den Kommentaren dazu: „I might guess Europe will embrace this type of thing before the US will.“ Das ganze Projekt (nebst dem artsy Überintellektuellen Perich selbst) stinkt auch so dermaßen nach Kunsthochschule, dass in der Tat das hochkulturversessene Old Europe wie verrückt auf den Typen sein könnte. Macht aber nix, weil: Ist auch in echt ne coole Sache.

Übrigens hat der noch mehr so Sachen gemacht und das ist dann auch eingängiger. Und übrigens Live: Rosa Rauschen gibt’s bald wieder live. Zumindest der 5. November in der Glocksee (Hannover) ist glaube ich soweit, dass man da öffentlich drauf hinweisen darf.

August 28, 2010

2 Kommentare

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glocksee ist das mutterschiff. das konzert ist im indiego. 😉

nacken — 13.09.2010, 18:23 Link auf diesen Kommentar

lass mir doch meine sprachliche unsichtbarmachung des erdgeschosses und all des anderen firlefanzes. wer glocksee sagt meint das indiego, was sonst 🙂

rosa — 13.09.2010, 18:43 Link auf diesen Kommentar

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