Verbot, VersG, Verdammich.

Das Rosa Rauschen-Konzert auf dem Rave gegen Sommerbiwak und Naziaufmarsch hat nicht stattgefunden. Schuld ist die Polizei. Und das kam so:

Der Grund dafür war eine Demo-Auflage, die festlegte, die Musikanlage auf eine bestimmte Lautstärke einzustellen und von einer Fachkraft der Stadt versiegeln zu lassen. Nicht nur das dieser Vorgang schlappe 500 € gekostet hätte – auch Nachfragen bei der Stadt Hannover ergaben, dass es schlicht unmöglich gewesen wäre eineN TechnikerIn für diese Aufgabe innerhalb von nicht mal einer Woche zu finden. (Antifa Hannover)

Die „bestimmte Lautstärke“ waren übrigens neunzig Dezibel. Die Qualitätszeitung „Welt“ listet für den unbedarften Leser gerne auf, wie laut das ist: „90 Dezibel: Lastwagen“. Und dreimal darf geraten werden, auf was für einem fahrenden Gefährt das Konzert hätte stattfinden sollen. Genau.

Dies und die Auflagen für die Proteste gegen das Sommerbiwak am nächsten Tag machen deutlich, dass niedersachsens Bullen nicht auf die rechtliche Grundlage neues Versammlungsgesetz warten wollen, um Spaß an der Freude und linksradikale Öffentlichkeit gleichermaßen zu verunmöglichen. Angesichts dessen fällt dann der Ärger über gefärbte Polizeiwachen und angekokelte Streifenwagen eher gering aus.

August 8, 2010

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