Freisteller-Sweatshops

Alte Scheiße. Bin grad zufällig hier drüber gestolpert. Es geht um’s Freistellen, also das „Ausschneiden“ von Objekten auf einem Bild am Rechner, was immernoch mit Menschenkraft passieren muss – und zwar keiner deutschen:

Die Vorteile im Überblick:
– Ein einfacher Freisteller kostet nur wenige Euro
– Deutsche Fachleute sichern vor Ort die Qualität
– Mehrere Standorte in Asien bringen Produktionssicherheit
– Produktionszeit 24 Stunden (3 Schichten pro Tag)
– Es wird an jedem Wochentag gearbeitet
– Abrechnung nach Foto nicht nach Zeit

(…) Setzen Sie Ihr Personal für hochwertige Arbeiten ein, während die Asiaten freistellen und maskieren.

Und das Ganze so illustriert:

Is‘ klar, Sweatshops gibt’s nicht nur in Thailand und vor Allem nicht nur am Rechner, sondern auch am Band. Und am Ende haben’s die abgebildeten Arbeiter_innen sogar noch ganz gut getroffen. Und trotzdem mit allem Recht: Verdammte Schweine.

Januar 14, 2010

10 Kommentare

RSS feed for comments on this post.
TrackBack URI

Verdammte Schweine? Wieso? Was ist denn über die Arbeitsbedingungen da bekannt? Sicher, dass das mit den Sweatshops an Härte irgendwie mithalten können? Wäre ich mir nämlich nicht. Klingt gerade ein wenig reißerisch. Und so ein Skandal, dass die das nicht in von Deutschen machen lassen ist das nu auch nicht…

Opa Hannelore — 14.01.2010, 03:40 Link auf diesen Kommentar

ach opa, „setzen sie ihr personal für hochwertige arbeiten ein, während die asiaten freistellen und maskieren“ reicht für ein „verdammte schweine“ allemal.

weltgeist — 14.01.2010, 11:17 Link auf diesen Kommentar

da haben sich auch schon andere über exakt die gleichen flinken hände in thailand echauffiert, hab ich grad gesehen: http://de-bug.de/musik/2876.html

rosa — 14.01.2010, 11:26 Link auf diesen Kommentar

..und hier noch son ding: http://www.softwaresweatshop.com/bss/2007/12/14/are-you-kidding-me-a-real-software-sweatshop.html

rosa — 14.01.2010, 11:27 Link auf diesen Kommentar

Freistellen und maskieren sind nunmal die Fleißarscharbeiten vor dem Herren. Wenns dann darum geht möglichst viel Geld zu verdienen, also möglcht wenig für Personal auszugeben ist das der logischste immanente Schluß diese Arbeiten dahin zu verlagern wo sie einem möglichst wenig ins Budget fallen.Und wer ist eigentlich diese Schweinehorde? Die, die das anbieten? Die, die das in Anspruch nehmen? Alle?

Opa Hannelore — 14.01.2010, 16:58 Link auf diesen Kommentar

P.S. Wer stellt im Kommunismus eigentlich Sachen frei, wenn niemand mehr in der Lohnknechtschaft dazu gezwungen wird? 😉

Opa Hannelore — 14.01.2010, 16:59 Link auf diesen Kommentar

aw, come on. die frage, wer im kommunismus den müll abholt (oder hier: den nervigen teil der bildbearbeitung übernimmt) hat was mit ner vorstellung von kommunismus als schlaraffenland zu tun.

und das ausbeutung ohne rücksicht auf verluste das logischste ist mag ja sein. hat erstmal nix damit zu tun, dass wer es tut, ein „verdammtes schwein“ ist.

rosa — 15.01.2010, 14:42 Link auf diesen Kommentar

[…] ist auslagern zu können, und das auch noch möglich billig. Rosa Rauschen hat einen solchen Fall gefunden. Bilder nach Thailand und die wichtigen Teile freigestellt wieder zurück. Klingt traumhaft? Ist […]

Versklavung zum Design « AWESOME — 07.02.2010, 18:29 Link auf diesen Kommentar

An einem (kleinen) Punkt geht dein Kommentar allerdings an der Sache vorbei, die Frage wer dieses oder jenes im Kommunismus macht, hat nichts mit der Frage von Kommunismus als Schlraffenland zu tun, sich solche Fragen nicht mehr zu stellen, das hat was mit Schlaraffenland zu tun. 😉

Gruß,
AWESOME

AWESOME — 07.02.2010, 20:24 Link auf diesen Kommentar

Tja ich weiß nicht, was ihr da alle jammert. Klar dass man solche Arbeiten in Asien günstiger bekommt, als in Deutschland. Habe selbst eine Zeitlang im Ausland gelebt und wenn man beispielsweise in einem mitterlamerikanischen Land für 300.– Dollar ordentlich leben kann, warum sollte man dort dann Gehälter zahlen wie in Deutschland? Wir versuchen nur immer unser konsumorientiertes Kapitalismusdenken auf solche Länder anzuwenden. Ein Arbeiter ist dort froh, wenn er einer ehrlichen Arbeit nachgehen kann und damit seine Familie versorgt, genau wir bei uns. Beispielsweise verdient ein ganz normaler Lehrer in Costa Rica monatlich rund 250.– Dollar – wird der etwa auch ausgebeutet? Wenn also unsere in deutschland gewohnten Löhne mehr als das zehnfache betragen, dann kann man dieses doch für Geschäfte über die Grenzen hinaus nutzen und verschafft trotzdem den leuten in dem jeweiligen Ausland eine Erwerbsmöglichkeit…
vlg. Oliver

Oliver — 15.10.2010, 19:42 Link auf diesen Kommentar

Kommentieren